Im Kontext der zunehmenden Ausdifferenzierung unserer Gesellschaft nimmt die Notwendigkeit zu, mit der Unterschiedlichkeit von Menschen in einer konstruktiven Weise umzugehen, und Lebensbedingungen bedarfs- und bedürfnisgerecht zu gestalten. Dies gilt auch und besonders für den Lebensbereich Arbeit. Betriebe und Verwaltungen sollten die Potenziale, Chancen und Herausforderungen der Diversität kennen und in der Lage sein, geeignete Strategien eines positiven Umgangs mit Verschiedenheit zu entwickeln und anzuwenden.
Wie eine aktuelle Literaturrecherche von Jennifer Becker und Gudrun Faller zeigt, gibt es im Hinblick auf den Migrationshintergrund von Beschäftigten deutliche Unterschiede in Bezug auf gesundheitsbezogene Merkmale der Arbeit. Der aktuell im Bundesgesundheitsblatt erschienene Beitrag liefert einschlägige Erkenntnisse zu Gesundheitsindikatoren, Belastungen und Beanspruchungen, strukturellen Rahmenbedingungen und dem Stand der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung. Für das Zustandekommen der berichteten Differenzen werden Erklärungen entwickelt und Empfehlungen formuliert.
Becker, J.; Faller, G. (2019). Arbeitsbelastung und Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund. In: Bundesgesundheitsblatt, published online: 16.08.2019, DOI 10.1007/s00103-019-02992-0